(Logbuch-Eintrag 20210919.0924) — Zwei Träume verbinden sich. Das ist faszinierend und hab ich so noch nie erlebt.

Ich träume von einer Situation, dass wir jemanden in einen Koffer eingeschlossen haben. Ich bin mit anderen, mit den Meinen, unterwegs und habe das längst vergessen; es gibt einiges zu erleben; doch da erinnere ich mich plötzlich und sage: wir müssen ihn (oder sie) aus dem Koffer holen. Das kann man nicht lange aushalten. Ich muss nach Hause. Ich laufe, komme aber nur langsam voran. Da kommt etwas dazwischen, das ich erledigen muss, und ich vergesse. Doch dann fällt es mir wieder ein…


(Logbuch-Eintrag 202100917.1039) — Es scheint als wäre ich zu kritisch mit mir. Mein Unternehmerfreund Peter Kornfeind hat den letzten Logbuch-Eintrag genial wieder ins Positive gedreht (obwohl, so kritisch war es eigentlich nicht); d.h. er hat mir (uns?) die Augen geöffnet und weist damit darauf hin, dass wir die Dinge eben zu oft von der negativkritischen Seite beleuchten — von der Soll-Seite –, statt von der Haben-Seite.

In der Tat ist es so, dass die Ganzheitlichkeit laufend die Zusammehänge erkennt. Ich muss bloß die (gefühlte) Ratlosigkeit in »Monitoring« umbenennen, so empfiehlt er, und schon kann die Ganzheitlichkeit das Netz zwischen den…


Als Simon Sinek im September 2010 in seinem TED-Talk seine Entdeckung vorstellte, da war sofort klar: das ist epochal! Mit diesem “Golden Circle” lässt sich alles erklären und jeder motivieren. Man muss nur die Details kennen und das Modell richtig anwenden.

Wie so oft wird genau das nicht sorgfältig genug gemacht und der Effekt daher häufig nicht erreicht. Man muss sich tief mit der Thematik des “Why” auseinandersetzen, andere und vor allem sich selbst beobachten und dann kann man bestätigen, was Sinek in seinem “ Start with Why “ erklärte.

Jene, die diese Erlebnisse haben, wollen die Sineksche Erkenntnis in…


(Logbuch-Eintrag 20210914.1107) — Was ist los? Ich arbeite, aber phasenweise bin ich müde, werde langsamer und dann, dann ärgere ich mich, dass ich nicht weiter bin. Der Witz dabei ist aber, dass wenn ich dann analysiere, was ich alles gemacht habe — ein Tipp eines guten Freundes — ich feststelle, dass ich eine Menge gemacht habe und eine Menge weitergekommen bin. Es ist eine paradoxe Situation, ein paradoxes Gefühl: ich mache nichts oder zu wenig oder das Falsche und gleichzeitig kommen die Projekte voran, entwickeln sich, es entstehen Chancen (Opportunities) und die Nachfrage steigt (wenn auch zögerlich, so doch stetig).


(Logbuch-Eintrag 20210830.0738) — Unser Körper ist ein Wunder. Täglich freue ich mich über diese geniale »Konstruktion«. Unglaubliches, was der für mich leistet, wenn man sich das genau überlegt. Und er weiß mehr als mein Kopf. Zumindest in Bezug auf was mir gut tut und was ich brauche, ich kann es bloß nicht immer deuten.

Oder ich will es nicht deuten.

Wer, welcher Selbstständige will nach einer »harmlosen« Nasen-OP 14 Tage in den Krankenstand gehen und nichts tun? Abgesehen davon, dass das langweilig wäre. Mein Leben ist Design. Es geht um die Gestaltung der Umwelt, der Prozesse, der Handlungen, es geht…


»Ja, das wäre fein, aber wir sind nicht Apple. Das können wir uns nicht leisten!«

So reden jene, die die Geschichte nicht kennen oder vergessen haben. Zumindest für den Moment. Denn jeder kann es sich leisten, wie Apple zu agieren. Wir müssen nur die passenden Zeitpunkte miteinander vergleichen.

Selbstverständlich ist es dumm, würde man ein Startup, das erst 5 Monate besteht, mit einem Unternehmen vergleichen, dass bereits 45 Jahre alt ist. Es ist aber klug — und motivierend — wenn man selbst am Anfang stehend, sich mit den Anfängen des derzeit wertvollsten Unternehmens vergleicht. …


Manchmal, so hat man den Eindruck, werden Prototypen gebaut, weil es so sein muss, weil man meint, dass man Prototypen baut, wenn man es »richtig« machen will.

Es scheint, dass manche Menschen gehört haben, dass man eine Idee mit einem Prototypen prüfen muss, bevor man sie weiter entwickeln kann. Dann wird ein Prototyp erstellt — bei einer App geht das relativ einfach, ein paar Postit genügen — und flugs kann man weitermachen. Aber so ein Prototyp ist wertlos, hilft einem keinen Millimeter weiter, wenn es keine zu prüfende Annahme gibt. Ein Prototyp ohne Arbeitshypothese ist ohne Aussage.

Der wahre Grund für einen Prototyp

Es geht um…


(Logbuch-Eintrag 20210816.1604) — Damit hab ich nicht gerechnet.

Am Mittwoch noch ein großartiger dritter Sparringstag mit einem BM-neudenken-Kunden durchgeführt und die Beratung erfolgreich (fürs erste) abgeschlossen:

  • er weiß nun bestens über sein Geschäftsmodell Bescheid;
  • kann daraus Texte für seine Kommunikation nach außen (und innen) ableiten;
  • kann entscheiden, wen er wie anspricht, mit welchem Inhalt, welcher Tonalität, auf welchem Kanal;
  • weiß welche Strukturen er im Unternehmen noch aufbauen muss und welche sorgsam zu pflegen sind;
  • weiß worauf es essentiell ankommt und kann abschätzen, wie zuverslässig sicher sie funktionieren;
  • kann abschätzen was wie zu dokumentieren ist, damit das Geschäft mit neuen Mitarbeitern…

Eine Frage taucht in den Vorträgen und Workshops, die ich über das Business-Model-Canvas (BMC) halte immer wieder auf. Meist etwas später, wenn die brennendsten Themen, die die Unternehmer direkt betreffen, beantwortet sind. Die Frage: Wo ist der Mitbewerb im BMC?

Die Antwort ist einfach: Gar nirgends!

Das BMC ist mein Geschäftsmodell. Es zeigt, wie ich Geschäfte mache. Der Mitbewerb hat darin nichts verloren. Für gewöhnlich macht man die Geschäfte ohne Mitbewerb. Man verspricht seinen Kunden Wert mit einem Produkt zu liefern; sogar, dass dieser Wert höher sei, das Produkt wertvoller für den Kunden wäre als jenes des Mitbewerbers.

Der Mitbewerb…


(Logbuch-Eintrag 20210810.0658) — Die Arbeit an den »6 Sätzen« stockt irgendwie; der zweite Satz und das zweite Kapitel mühen mich. Es erscheint mir wichtig — für den Inhalt wie auch für mein Verständnis –, aber es könnte sein, dass ich mir ein wenig verrannt habe. Zuviel Wittgenstein, der uns in der Sache vielleicht doch nicht weiterbringt, sondern nur zum Angeben erwähnt wird.

Vielleicht.

Ein anderer Grund, weswegen diese Arbeit eher schleppend vorangeht: sie ist höchst abstrakt.

Die Anschlußfähigkeit an den Alltag ist bei den »6 Sätzen« schwer erkennbar. Bei den »9 Schritten« ist das leicht. Ein Geschäftsmodell hat jeder und…

Rudolf T. A. Greger

Management Designer and Design Philosopher; a Business-Coach for Design-Thinking & Service Design; a Writer, Facilitator, and Public Speaker in Vienna, Austria

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