(Logbuch-Eintrag 20210224.0638) — Heute arbeite ich schon sehr zeitig an meiner Logline — an der Kurzzusammenfassung meines Lebens.

Die Logline eines Filmes erklärt, worum es in diesem Film geht und in groben Zügen die Handlung. Die »Personal Logline« ist vergleichbar damit und macht mir klar (zwingt mich darüber nachzudenken), worum es mir im eigenen Leben geht. Was ist die Geschichte meines Lebens?

Vielleicht so:

  • Der ältere Sohn einer Handwerkerfamilie erkennt während seiner Ausbildung zum Handwerker, die Möglichkeiten durch Designen sein und das Leben der Menschen zu verändern. Er verfolgt dieses Ziel der Verbesserung von Lebensumständen, indem er zuerst als Industrial…

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(Logbuch-Eintrag 20210223.1528) — Ich bin gehetzt. Wenn ich mir einen straffen Tagesplan mache, dann bin ich gehetzt. Mache ich mir keinen straffen Tagesplan, dann bin ich meistens enttäuscht, dass ich nicht die Dinge erledigt habe, die ich erledigen wollte. Zu dumm, ich bin noch immer zielorientiert anstatt missionsorientiert.

Dabei will ich doch diese Aufgaben erledigen. Die müssen auch erledigt sein, denn es gibt Termine einzuhalten. Die einen sind extern vorgegeben, die anderen von mir. Die 6SüD-Abende bei designaustria.live auf der München Creative Business Week finden in der ersten März-Woche statt, dafür muss ich vorbereitet sein, da muss ich versiert über…


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(Logbuch-Eintrag 20210221.0800) — Das war dann doch sehr anstrengend gestern, am Samstag, das Finale zum »Design-Thinking am Sonntag«. Es ist eine aufwendige Sache, so einen umfassenden eNewsletter zusammenzustellen.

Und wozu das Ganze … wozu das schreiben … was habe ich, was hat man, der Lesende davon …?

Das Schreiben ist denken sichtbar machen.

Der Schreibende denkt, das Schreiben zwingt zu mehr Präzision oder läßt Denkfehler leichter erkennen; man kann »zurückspulen« und sehen, dass man es doch vorhin anders dachte. Nur denken ist wie träumen; da funktioniert immer alles. Aber wenn man aufwacht und das Geträumte realisieren will, dann geht es gar nicht, ist es manachmal (zumindest…


(Logbuch-Eintrag 20210220.0809) — Aus Logbuch-Einträgen entstehen mitunter Artikel. Eine Nachricht aus dem Radio löst eine Assoziationskette aus, wie man das dabei besprochene Problem lösen, naja, zumindest wie man es angehen könnte. Man müsste es ausprobieren. Das will ich dann konkreter durchdenken, will es den anderen mitteilen, mit einem kleinen Schimmer an Hoffnung, dass dadurch auch andere auf logische Fehler aufmerksam werden. Es ist alles schon ausgedacht, man muss nur die richtige Quelle wählen: »weniger Marx, mehr Mises«, sagte dazu einer meiner Freunde. Aber wer kennt schon Ludwig Mises? Leider zu wenige. Und wer weiß, was Marx wirklich sagte, wer er…


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(Logbuch-Eintrag 20210219.0632) — Das macht Stress. Ich lade in der Früh, als zweites oder drittes, mein Template in mein Arbeistprogramm (Roamresearch.com) und dann sehe ich diese Überschriften und bin geschockt. Wow, so viel, so viel Verschiedenes und alles leer. Was werde ich wo machen. Das macht zunächst Stress. Das ist nicht gut. Besser ist es, wenn sich der Tag entwickelt, weil man mit einer harmlosen Liste beginnt und diese dann in eine Reihenfolge bringt. Vielleicht sind diese Kategorien nicht so gut. Eher als kleine Checkliste, so in der Art: hab ich etwas in dieser Art heute schon gemacht. …


(Logbuch-Eintrag 20210212.0646) — Diese Parole der Design-Thinking-Gemeinschaft gilt immer, auch im Alltag, insbesondere in jenem des Designers und ganz besonders für mich.

Die Freunde nennen mich einen Design-Philosophen, vermutlich weil ich nicht die erstbeste Idee einfach annehme, sondern darüber nachdenke, was gut daran sein soll und ungünstig sein könnte. Ich denke länger darüber nach, damit ich nachher nicht so viel ausprobieren muss.

Da drängt sich mir der Gedanke auf: Tesla vs. Edison. Der eine dachte gründlich über eine Sache nach, der andere baute tausende Prototypen und wusste dann, was alles nicht funktioniert. Design-Thinking pendelt wohl zwischen diesen beiden Polen.

Zum…


(Logbuch-Eintrag 20210217.0600) — Ich bin unzufrieden aufgewacht. Warum? Weil viel zu viel zu tun ist, weil viele Dinge offen sind. Noch immer in Arbeit. Weil ich nicht erkennen kann, wann was fertig sein wird. Woran arbeite ich denn eigentlich? An der Monografie, am Online-Workshop, an meinen Produkten, am Redesign meiner Website, an einen One-Pager, damit die Freunde mich weiter empfehlen können, dann muss ich noch weitere Plattformen informieren (z.B. die CIS).

Vielleicht ist es besser, eine Sache fertig zu machen, dann die nächste, dann wieder eine. Doch was ist fertig? Es ist ja nie fertig.

Wann soll man so einen…


(Logbuch-Eintrag 20210216.2136) — Ich bin mir nicht sicher, ob diese Kategorisierung funktioniert; wie soll ich da meine Tasks managen, wenn die jetzt so verteilt sind? Auf der anderen Seite soll ich ja nicht springen, sondern eins nach dem anderen abarbeiten. Also jetzt eine Stunden schreiben, dann nachdenken (z.B. über das Curriculum); lesen könnte auch mein Manuskript sein, das ist auch lesen, das muss auch erledigt werden. Wann sollte das geschehen, wenn es nicht zu »lesen« zählte?

Auch stelle ich gerade fest, dass man seine Schreibeideen zwar unterwegs in kurzen Notizen festhalten kann, aber dass man dann unbedingt am Abend (daher…


(Logbuch-Eintrag 20210215.0753) — 5 Themen sind täglich zu berühren, zu bearbeiten: eine Stunde schreiben, eine Stunde überlegen, halbe Stunde lesen, halbe Stunde akquirieren, halbe Stunde administrieren; ergibt dreieinhalb Stunden Routinearbeit. In dieser Reihenfolge.

Macht man das zuerst, damit es immer erledigt ist, oder macht man das nach der Projektarbeit, damit man sicher ist, dass die nicht zu kurz kommt?
……nachdenken……

Man putzt sich in der Früh zuerst die Zähne oder wäscht sich oder sonstwas, nicht nach der Tagesaktivität, nach dem Ausflug oder nach der Arbeit. Wenn man frühstückt, dann macht man das auch als eines der ersten Dinge am Tag…


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Die Sache mit dem Werkzeug ist richtig. Doch stelle ich jetzt fest: so ist es immer. Wir lernen lesen, schreiben, rechnen als Methode, wir sind so sozialisiert. Ich verstehe nun, warum den Kindern die Begeisterung vergeht. Zuerst hören sie die Geschichten und wollen selbst lesen lernen. Also die [[Sehnsucht]] nach dem Meer ist die Geschichte zu erfahren, ohne dass jemand vorlesen muss. Sie freuen sich auf die Schule. Dann lernen sie Methoden und es verdrießt sie. Später preisen sie als Unternehmensberater Methoden an: systemisch-Dings und EKS und …; und mir fällt auf: auch die Designer. Wir sagen, wir designen dir…

Rudolf T. A. Greger

Management Designer and Design Philosopher; aBusiness-Coach for Design-Thinking & Service Design; a Writer, Facilitator, and Public Speaker in Vienna, Austria

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